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Mittwoch, 27. August 2014

Die Aliden

Als "Aliden" werden in der orientalistischen Literatur die Nachkommen väterlicherseits von Imam Ali (a.) bezeichnet.

Im engeren Sinne werden sogar nur die Nachkommen Imam Ali (a.) mit  Fatima (a.) genannt.  Im weiteren Sinne werden auch Nachkommen Imam Alis (a.)mitgewertet, die er nach Fatimas (a.) Ableben mit weiteren Frauen bekommen hat. Manchmal werden auch die Nachkommen von Imam Alis (a.) Brüdern dazu gezählt.

Zu den alidischen Dynastien in der islamischen Geschichte zählen sich u.a. die Idrisiden in Marokko, die Fatimiden, verschiedene Linien der Zaiditen im Norden des Jemen, die Safawiden im Iran, die Alawiden in Marokko und die Haschimiten in Mekka und in Jordanien.

Allerdings ist die wahre Herkunft nicht immer zweifelsfrei bestimmbar, so dass sie in manchen Fällen für machtpolitische Zwecke konstruiert worden sein kann. Denn die Besonderheit an dieser Abstammung besteht darin dass es die einzige mögliche Abstammung vom Propheten Muhammad (s.) ist, mit der die eigene Herrschaft legitimiert werden soll. Das ist insbesondere deshalb so auffällig, da viele derjenigen, die ihre Herrschaft heute damit zu schmücken suchen, gleichzeitig die Rechtmäßigkeit der Herrschaft der damaligen Nachkommen des Propheten Muhammad (s.) ablehnen.



Eine der wichtigsten arabischen Quellen zu den alidischen Aufständen der Umayyaden- und Abbasidenzeit ist das Buch Maqātil aṭ-Ṭālibiyyīn von Abu l-Faradsch al-Isfahani, das eigentlich von allen Talibiden handelt, sich aber besonders intensiv mit den Aliden beschäftigt.







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